Gemeinde Neckarzimmern

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Bericht aus der Arbeit des Gemeinderates


Eisenbahnbrücken in der Gemeinde werden erneuert – Deutsche Bahn erläutert das Vorgehen – Lärmbelästigungen sind nicht zu vermeiden
 
„Mit einer einfachen Sanierung ist es leider nicht getan“ stellte der Projektleiter Marco Henrichs von der Deutschen Bahn in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates fest, als er über den Zustand der beiden Eisenbahnüberführungen im Bereich Steinbach und Luttenbach informierte. Die Widerlager der beiden Brückenbauwerke stammen aus dem Jahr 1879 und weisen erhebliche Abplatzungen und gerissene Steine auf. Die Überbauten bestehen im Wesentlichen aus Beton und wurden in den Jahren 1925 beziehungsweise 1938 hergestellt.  An den beiden Bauwerken  ist eine schadhafte Hinterfüllung dafür verantwortlich, dass Wasser eindringt und die Standfestigkeit der beiden Brücken stark einschränkt. Aufgrund der vorliegenden Bauwerksschäden sei nur eine Kompletterneuerung
möglich. Diese Tatsache werde alle Beteiligten vor große Herausforderungen stellen. Beide Überführungen sollen künftig Stahlbetonrahmen erhalten und auf Grundlage der bisherigen Abmessungen wieder aufgebaut werden. Die neuen Bauwerke werden parallel vor Ort erstellt und nach dem Abriss der alten Brücken eingeschoben. Während in Steinbach  das neue Bauwerk im Bereich des Bahndamms errichtet werden soll, ist bei der Luttenbachüberführung das Bachbett des Luttenbachs als Montageplattform vorgesehen. Hierzu wird das Gewässer während der Bauzeit verdolt und überschüttet. Zusätzlich werden weitere Grundstücke im Uferbereich zur Montage der neuen Überführung benötigt. Die Eigentümer wurden von der Deutschen Bahn bereits frühzeitig informiert. Im Rahmen von Überlassungsverträgen konnte diesbezüglich eine Einigung herbeigeführt werden. Insbesondere die beengten Verhältnisse vor Ort stellen die Planer vor gewisse Herausforderungen. Die Großgeräte,  ein sogenannter Zwei-Wege-Bagger und das Bohrgerät,  werden am  Bahnübergang an der Steige auf die Gleise gestellt. Die Anlieferung für die Baustelle erfolgt über die Herrengasse und über das Gässle. „Eine Alternative zur Andienung an die Baustelle gibt es leider nicht“, so der Projektleiter. Eine Zufahrt über den rückwärtigen Bereich sei aufgrund des unwegsamen Geländes nicht möglich. Der Stahlbetonrahmen für das neue Bauwerk über den Luttenbach steht künftig auf sechs Großbohrpfählen, die ebenfalls vor Ort hergestellt werden. Der Gehwegbereich für die Fußgänger wird auch bei der neuen Überführung vorhanden sein. Nachdem die Planungen für die beiden Vorhaben bereits weit fortgeschritten sind, konnte der Planer detailliert Auskunft über den zeitlichen Ablauf der Maßnahmen geben. Ab dem  Monat August wird mit der Herstellung des neuen Bauwerkes im Bereich des Luttenbachs begonnen. Wenig später beginnen die Arbeiten auch in Steinbach. Eine Vollsperrung der Eisenbahnstrecke ist für den Zeitraum vom 29.03.2018 bis 09.04.2018 eingeplant. Während dieser Zeit ist der Einschub der parallel erstellten neuen Bauwerke vorgesehen. „Insbesondere während dieser Zeit werden Lärmbelästigungen auch in den Nachtstunden nicht zu vermeiden sein“, bittet der Ingenieur die Anwohner schon jetzt um Verständnis. Es sei nicht auszuschließen, dass während dieser Zeit vor allem nachts die gesetzlich zugelassenen Grenzwerte überschritten werden. In diesen Einzelfällen wäre die Deutsche Bahn bereit, den unmittelbar betroffenen Anwohnern Übernachtungen in einem Hotel in der Umgebung zu ermöglichen, damit die Nachtruhe gewährleistet ist. Der überwiegende Teil der Arbeiten werde jedoch in einer Tagschicht von jeweils 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr durchgeführt.
 
Friedhof wird in Teilbereichen neu gestaltet – Neue Bestattungsformen stehen  in nächster Zeit zur Verfügung
 
Über das weitere Vorgehen bei der Neugestaltung von Teilbereichen des Friedhofes wurde im Gemeinderat ebenfalls beraten. Nachdem die Gestaltung des Urnengemeinschaftsfeldes im neuen Teil des Friedhofes bereits weit fortgeschritten ist, wurden nun die abschließenden Schritte zur endgültigen Fertigstellung besprochen. Demnach werden in diesem Bereich künftig 96 Grabstellen zur Bestattung von Urnen entstehen. In absehbarer Zeit sollen in diesem Bereich noch sechs Stehlen aufgestellt werden, auf denen die Namen der Verstorbenen angebracht werden können.  Die Pflege dieser Flächen, die sowohl mit einer Dauerbepflanzung als auch mit einem Wechselflor gestaltet werden, übernimmt dauerhaft die Gemeinde. Diese Kosten sind in der zu bezahlenden Nutzungsgebühr enthalten, die von der Verwaltung noch zu kalkulieren ist. Zusätzlich werden auf der gegenüberliegenden Seite künftig 54 Urnenbestattungen als Baumgräber unter dem bereits vorhandenen Baum  angeboten. Ebenfalls ist künftig die Bestattung in sogenannten Wiesengräbern vorgesehen. Diese Bestattungsform ermöglicht eine Bestattung im Sarg mit Grabstein auf der Wiese unmittelbar neben dem Ehrenmal.  Nachdem die Grünflächen endgültig gestaltet wurden und die Gebührenkalkulation feststeht, sind  die neuen Bestattungsformen verfügbar. Dies soll in der ersten Jahreshälfte der Fall sein.
 
Forstlicher Betriebs- und Finanzplan beschlossen
 
Der für den Gemeindewald Neckarzimmern zuständige Revierleiter Erwin Winterbauer stellte dem Gemeinderat den Betriebs- und Finanzplan für das Jahr 2017 vor. Der vorgelegte Plan geht von einem Holzeinschlag von 1.000 Festmetern aus und lässt einen Überschuss von rund 7.400 Euro erwarten. Erfreuliches konnte der Forstexperte für das abgelaufene Forstjahr 2016 berichten. Hier sei ein Überschuss von rund 16.000 Euro bei einem Holzeinschlag von 1.100 Festmetern erwirtschaftet worden. Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Betriebs- und Finanzplan für das Jahr 2017. Darüber hinaus bedankte sich Bürgermeister Stuber beim Revierleiter Winterbauer für die konstruktive Zusammenarbeit. Nicht zuletzt auf das engagierte Wirken des Försters sei der  Übergang zur neuen Organisationsstruktur in Form einer gemeinsamen Durchführung des forstlichen Revierdienstes mit der Stadt Mosbach problemlos verlaufen. Man habe dadurch frühzeitig die Weichen für eine zukunftsfähige Organisationsform des Gemeindewaldes gestellt. Nachdem zu erwarten sei, dass aufgrund von kartellrechtlichen Vorgaben die bisherigen kommunalen Organisationsstrukturen nicht mehr aufrecht erhalten werden können, sei die Gemeinde nun auf einem guten Weg.  
 

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